Best of Sicily XV


Sizilien ist voller archaischer Bilder, Bilder voller Schönheit mit einer oft traurigen Pointe. In diesem Gehöft auf der Kuppel des Weinbergs inmitten von Ölbäumen zu leben, ist für mediterran gesinnte Stadtmenschen ein Traum, der nie in Erfüllung geht. Umso betrübter ist man, wenn man die abgedeckten Dächer sieht. Hier wohnt nämlich niemand mehr.

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Best of Sicily XIV


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Ich liebe mediterrane Ziegeldächer. Katalanische Dächer, bei denen ∪-Ziegel regelmäßig auf ∩-Ziegel folgen, faszinieren mich. Aber es ist nicht nur die Form. Je nach Mischung des jeweiligen Ziegels bleicht die Sonne ihn mehr oder weniger aus, die Folge ist ein wunderschönes Mosaik aus Rot- und Orange-Tönen. Die Spatzen Siziliens scheinen auch viel von diesen Dächern zu halten.

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Best of Sicily XIII


Pflicht für den ersten Besuch in Palermo ist das Pani câ meusa, das Brötchen mit Milz und geriebenem Cacciocavallo-Käse. Legendär für dieses Gericht ist die Antica Focacceria San Francesco. Hat man Glück, stehen die Tische auf dem Plätzchen zwischen der Focacceria und der Basilica San Francesco d’Assisi. Das Brötchen brauche ich nicht noch einmal, aber die Rosette der Basilika würde ich gern wiedersehen.

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Best of Sicily XII


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Man denkt fast man wäre in Roma, Brunnen, Marmor-Statuen und Renaissance-Architektur. Ist aber Palermo. Erkennt der Eingeweihte/Einheimische wahrscheinlich daran, dass der Putz noch etwas desaströser wirkt als in der Ewigen Stadt.

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Best of Sicily XI


Ich wundere mich ja immer noch, wo das ganze Geld herkam, um nach der Reichseinigung Italiens ausgerechnet in Palermo das größte Opernhaus Europas zu bauen. Das Phänomen, dass eine ganze Reihe Menschen ihre Arbeitskraft verkaufen, um ein paar Kröten auf dem Hof des Großgrundbesitzers zu verdienen, dass diese Menschen trotz stundenlanger Arbeit in brütender Hitze nur Zwiebeln und Brot essen, während der Gutsherr eine großzügige Stiftung für den Bau des Teatro Massimo leistete, nennt man seit einem vor 200 Jahren geborenen deutschen Philosophen gemeinhin Ausbeutung. Schönheit hat oft eine unschöne Kehrseite.

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Kuriosa V


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Die Welt ist voller Elemente um Dinge festzumachen, fotogen sind nur wenige davon. Hier handelt es sich um einen in Würde gerosteten Eisenring, der in einem in den Putz gedrückten zweiten Eisenring steckt. Ort: die Textilfabrik von Fabra i Coats in der katalanischen Kleinstadt Borgonyà von 1895. Wahrscheinlich wurden hier Pferde festgemacht. Normalerweise dürfte ein kräftiges Pferd den Ring locker aus dem Putz ziehen können. Er hielt also eher aufgrund der Erziehung des Pferdes, war somit mehr ein symbolischer Festmacher.

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Kuriosa IV


Vom griechischen Tempel im Gummibaum-Dschungel, der mich im barcelonesischen Viertel Eixample überrascht hat, habe ich schon berichtet. Aber beim Haus Taller Masriera lohnt es sich den Blick gen Himmel zu richten. Zu bestimmen, aus welcher Kultur der Löwe mit Adlerkopf und Metallflügeln stammt, übersteigt meine Kenntnisse der Kunstgeschichte. Die Antenne hinter der Statue übersteigt meine Vorstellung von gutem Geschmack.

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