Impressions de Barcelona XVII


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Tauben findet man überall in der Altstadt Barcelonas. Die guten Landeplätze erkennt man auch in Abwesenheit der Vögel, nämlich an ihren Ausscheidungen. Besondere Skrupel kunstliebender Art oder religiöser Inbrunst sind nicht festzustellen. Ein simpler Metallpfahl bedeutet ihnen genau so viel oder so wenig wie die Statue des ultrakonservativen städtischen Bischofs Manuel Irurita (1930-36). Dieser wurde am 3. Dezember 1936 wahrscheinlich durch Anarchisten umgebracht. Die Errichtung der Statue im Jahr 1943 war Teil eines Programmes des Franco-Regimes zur Rekatholisierung der Stadt. Den Tauben ist das alles sch…egal.

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Impressions de Barcelona XVI


Ich habe mich ja hier schon ausgiebig über den unerschöpflichen barceloneser Stadtteil Eixample ausgelassen. Dieses Jahr wohnte ich zwei Tage in seinem östlichen Teil Fort Pienc. Beim Streunen stieß ich in der Carrer Bailén auf einen Dschungel aus Gummibäumen hinter einem Grundstückszaun, der mich neugierig machte. Ich ging ein Stück weiter, da lugte die korinthische Säule eines veritablen griechischen Tempels aus dem Jahr 1882 durch die Blätter. Das Haus Taller Masriera ist inzwischen von der Straße kaum noch zu sehen. Vor 135 Jahren stand es noch ganz allein auf weiter Flur. Gegenwärtig will der Besitzer, eine Stiftung, das Haus verkaufen, es soll ein privates Theater hinein.

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Nischenexistenzen X


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In Sizilien gibt in Stadt und Land jede Menge Nischenexistenzen, weil es einfach zur Kultur gehört, nicht alles sogenannte Unkraut überall sofort abzutöten. Gibt man ihm genug Zeit zu gedeihen, entwickelt es sich zu prächtigen Sträußen wie an dieser uralten Steinwand in Erice.

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Nischenexistenzen IX


Manchmal findet man ausgewachsene Nischenexistenzen dort wo Tauben leben. Der Guano der Tauben ist bestimmt kein schlechter Dünger und manchmal lassen sie auch etwas anderes fallen, was die Pflanze gut gebrauchen kann. Hier sehen wir einen Pfeiler der Brücke am Bahnhof von Köln-Mülheim.

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Nischenexistenzen VIII


Sträuchlein oder Blümchen auf nacktem Fels, das habe ich schon oft gesehen, aber noch keine Bäumchen, wie diese kleine Pinie hier in Figueres (Spanien). Ich bin nur sehr gespannt, wie lange noch genügend Nährstoffe vorbeifliegen und hängen bleiben, um das Wachstum zu befördern, und welche Ausbreitung der Wurzeln der Fels noch zulässt.

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Nischenexistenzen VII


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Manchmal ist die Entscheidung des Samenkorns, in einem natürlichen oder künstlichen Stein zu keimen, nicht glücklich. Diese kleine Pflanze im spanischen Belchite hat schon eine ganze Anzahl an Luftwurzeln ausgestreckt, weil die eigentlichen Wurzeln nicht genug Nahrung finden. Für die Versorgung mit Mineralien und Licht und Luft ist der Standort ideal, nur das Wasser dürfte gerade an sonnigen Tag ziemlich schnell wieder verdunsten.

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Nischenexistenzen VI


Sie haben es mir ja immer angetan, egal wo ich mich gerade herumtreibe: Pflanzen, die da wachsen, wo eigentlich kein Leben gedeihen kann. Zwischen diesen steinernen Treppenstufen kann man sich ja noch karge Grashalme vorstellen, aber hier lebt salatblattgroßes Grünzeug.

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