Nischenexistenzen VII


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Manchmal ist die Entscheidung des Samenkorns, in einem natürlichen oder künstlichen Stein zu keimen, nicht glücklich. Diese kleine Pflanze im spanischen Belchite hat schon eine ganze Anzahl an Luftwurzeln ausgestreckt, weil die eigentlichen Wurzeln nicht genug Nahrung finden. Für die Versorgung mit Mineralien und Licht und Luft ist der Standort ideal, nur das Wasser dürfte gerade an sonnigen Tag ziemlich schnell wieder verdunsten.

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Nischenexistenzen VI


Sie haben es mir ja immer angetan, egal wo ich mich gerade herumtreibe: Pflanzen, die da wachsen, wo eigentlich kein Leben gedeihen kann. Zwischen diesen steinernen Treppenstufen kann man sich ja noch karge Grashalme vorstellen, aber hier lebt salatblattgroßes Grünzeug.

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Schnecken V


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Wie man leicht erkennt, hat unser deutscher Name für Caracoles, Chiocciole, Cargols, Escargots keine romanische Wurzel. Aber auch hier haben sie manchmal einen Siebten Sinn für schöne Farbkontraste, man muss sie nur noch finden und knipsen.

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Schnecken IV


Als l’escargot begegnen uns die schleimigen Kriechtiere mit spiralförmigem Haus in Frankreich. Diese Schnecke hier müsste aber in ihrem üblichen Schneckentempo von zwei Zentimetern pro Minute glatte zehn Wochen kriechen, um von ihrem Ausgangspunkt, in dem Mahnmal „Passagen“ von Dani Karavan für den deutschen Philosophen Walter Benjamin im spanischen Portbou die zwei Kilometer zur französischen Grenze kriechen, um zur escargot zu werden.

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Schnecken III


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Die katalanischen Schnecken nennen sich Cargols, diese hier fand ich in der Kleinstadt Borgonyà. Dort siedelte sich 1895 die schottische Textilfabrik Coats an, die mit Wasserkraft und Dampfmaschinen arbeitete, wie deutsche Textilunternehmen beispielsweise im Tal der Wupper 50 Jahre zuvor. Anscheinend war sie trotzdem so profitabel, dass sie den Arbeitern eine schöne Kolonie im schottischen Stil errichten konnte, die auch den heutigen Cargols Nahrung bietet.

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Schnecken II


Die Italiener nennen Schnecken Chiocciole. Diese hier fand ich in Segesta (Sizilien), als sich gerade über diese wunderbar lila-grüne halboffene Artischockenblüte mit teilweise spiralförmig angeordneten Blättern hermachen wollten. Angeblich mögen deutsche Gartenschnecken keine Artischocken, man soll sie damit vertreiben können. Ihre sizilianischen Verwandten scheinen demgegenüber zu den Gourmet-Schnecken zu gehören.

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Schnecken I


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Schnecken heißen in Spanien Caracoles. Diese weiße Art hier fand ich zu Hunderten in einem Schützengraben aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) in La Fatarella. Schnecken faszinieren mich schon lange: Sie führen ihr Haus mit sich, bewegen sich aufreizend langsam und bilden diese fantastischen links- und rechtsdrehenden Spiralen. Leider übersieht man sie leicht, wenn man nicht seinen Gang auf Meditationstempo herunterschraubt. Aber es lohnt sich immer.

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