Best of Sicily V


Der Palazzo dei Normanni – Normannenpalast – oder auch Palazzo Reale – Königspalast – in Palermo ist schon von außen ein Muster für die Architekturmoden zwischen dem 12. und dem 19. Jahrhundert. Jeder Herrscher, von den späten Normannen bis zu den Habsburgern und Bourbonen, setzte einen Bauteil dran oder drauf, je nach dem aktuellen Stil.

Auch innen kann man das erkennen. Den Habsburgern waren die dunklen, kalten Mauern, in denen noch Stauferkaiser Friedrich II. als Kind herumgetollt war, zu monoton und unbequem. Man geht von Epoche zu Epoche, wenn man durch die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Räume geht. Aber nirgends fand ich einen größeren Gegensatz als hier mit den maurischen Kacheln, die dem Bauherrn Roger II. so gefielen, mit dem Lichtschalter aus den Fünfziger Jahren.

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Best of Sicily IV


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Unbewusst bin ich immer auf der Suche nach dem perfekten Ausdruck für die Atmosphäre eines Ortes. Das kann weder ein Gebäude noch eine Pflanze sein. Menschen und ihre Art zu leben, sind entscheidend für die Atmosphäre. Als ich dieses alte, mit Backsteinen geflickte Gemäuer in Palermo sah, den kurzen Balkon, die drei Dickblattgewächse und den unten zusammengebundenen Vorhang, wusste ich, ich hatte ihn gefunden.

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Best of Sicily III


Säulen haben etwas optisch Faszinierendes, serielle Elemente ja ohnehin. Ich fotografiere natürlich auch das ganze Objekt – hier der nie fertiggestellte griechische Tempel von Segesta – aber ich versuche auch, die seriellen Elemente in abstrakter Form festzuhalten.

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Best of Sicily II


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Das Leben ist eine Spirale wie die Treppe im Turm der Burg von Castellammare del Golfo in Sizilien aus der Sicht der Kamera. Immer noch bin ich dabei, Fotos vom Frühjahrsurlaub zu posten, trotzdem geht es in drei Tagen schon wieder in den Urlaub nach Barcelona. Auf dem Knips-Plan stehen vor allem alte Landhäuser, aber auch Refotografien. Die Burg von Castellammare – Burg am Meer – beherbergt ein nettes Seefahrtsmuseum, sehr empfehlenswert.

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Best of Sicily I


Das landwirtschaftliche Herz Siziliens war im Mittelalter einmal eine Kleinstadt auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Palermo und der Südküste. Das Herz findet sich auch im Namen, allerdings nicht irgendein Herz, sondern das Herz eines Löwen: Corleone.

Mario Puzo wählte 1969 für seinen Mafia-Roman „Der Pate“ das Städtchen Corleone als Ausgangspunkt der Titelfigur, die schließlich auch ihren Namen übernahm. Ein paar Jahre später stieg der Corleoneser Mafioso Salvatore Riina zum unangefochtenen Chef der ganzen sizilianischen Mafia auf.

Inzwischen gibt es ein Anti-Mafia-Museum in Corleone, Kooperativen bebauen Ländereien, die einst von Mafiosi illegal erworben wurden. Der Eindruck ist ein friedlicher. Ganz besonders, wenn man vor dieser Treppe steht!

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Mediterrane Flora X


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Feigenkakteen faszinieren mich seit meinem Sizilien-Urlaub noch mehr. Einmal sah ich ein Exemplar mit Blüten in drei verschiedenen Farben. Dieses hier ist mit Abstand das blütenreichste Exemplar, dass ich fand. Es gibt bestimmt eine gute Feigenernte.

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Mediterrane Flora IX


Artischocken – schon der Name ist ein Gedicht! – bewundert man wegen des Geschmacks und weil man mit ihrer Zubereitung höhere kulinarische Fertigkeiten beweisen kann. Wie die Pflanze aussieht, wie sie wächst, wenn sie nicht im Supermarktregal oder auf dem Marktstand liegt, weiß kaum ein Gourmet.

Ich finde Artischocken in der ‚freien Wildbahn‘ wunderschön, hätte diese neben der Akropolis von Segesta auf Sizilien aber ohne die Schnecken wohl nicht fotografiert, zumal diese ja auch an ionische Kapitelle erinnern. Wie wohl Schnecken mit Artischocken schmecken?

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