London Curiosities V

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In Victoria habe ich 1981 eine Nacht verbracht, sie hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich meine natürlich Victoria Station, den Londoner Bahnhof für die südlichen Nah- und Fernverkehrszüge. Das 1860 in der ersten Version fertiggestellte Gebäude war für mich damals die erste ‚Kathedrale‘ des Eisenbahnverkehrs, die ich genauer betrachten konnte. Heute sind Bahnhöfe auf Funktionalität und in Deutschland auf Konsum getrimmt. Dieses Bahnhofsfgebäude entstand, als die Kosten für Schnörkel und Baudekoration noch bei weitem durch den ideellen Gewinn an Atmosphäre wettgemacht wurden.

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London Curiosities IV

Reale Tauben scheren sich meistens wenig um ihre in Stein gehauenen symbolischen Repräsentanten. Auch hier in Saint Matthew’s Garden in Brixton ist das so. Das 1825 errichtete Mausoleum für den im Vorjahr verstorbenen Richard Budd, Spross einer der reichsten Familie im damals noch gutbürgerlichen Stadtviertel, macht auch ausgiebig Gebrauch von der Taube als Sinnbild für den (ewigen) Frieden oder für den ‚Heiligen Geist‘, der schon auf den Verstorbenen aufpassen wird. Reale Tauben haben sich in der Nähe niedergelassen, weil es eine hoch gelegene Aussichtsplattform ist.

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London Curiosities III

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England – das Land der saftig grünen Wiesen, das den Fußball erfunden hat. Der Quintin Hogg Memorial Ground im Stadtteil Chiswick hat einen Rasenplatz, auf dem man Cricket, Rugby und Fußball spielen kann. Wenn die Torwarthandschuhe im Schrank hängen, werden auch die Tore weggestellt.

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London Curiosities II

Brexit hin, Brexit her, in London wird gebaut – und zwar hoch und überall, wo etwas Fläche leer steht. Mir ist diese Begeisterung für die Zubetonierung der Blickschneisen ja suspekt, aber zumindest manchmal gibt es ganz nette Szenen von Baukränen in der freien Wildbahn.

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London Curiosities I

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Zäune sind in London überall da leicht zu finden, wo Menschen wohnen, die finanziell gut gestellt sind. Irgendwie muss man sich ja vor denen schützen, die die Verlierer der auseinanderklaffenden gesellschaftlichen Schere zwischen reich und arm sind. In dem Teil Londons, in dem ich Anfang Juni eine 10-tägige Dienstreise verbracht habe, waren die Gated Communities eher die Regel als die Ausnahme.

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Nischenexistenzen XV

Der griechische Tempel im sizilianischen Segesta, der vor fast 2500 Jahren errichtet, aber nie fertiggestellt wurde, ist bemerkenswert frei von Nischenexistenzen. Entweder säubert man ihn regelmäßig, oder aber der recht karge Bewuchs drumherum schickt einfach nicht genug Pollen herum, die sich in seinen Nischen festklammern und dort auch Wasser und Nahrung finden können.

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Nischenexistenzen XIV

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Eine Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert im warmen Sizilien ist offenbar eine hervorragende Grundbedingung für vielfältigen und schönen Bewuchs. Dieser gelbe Blumenstrauß hat sich an der normannischen Stadtmauer von Erice festgeklammert und dankt ihr jeden Frühling mit einem wunderschönen Farbklecks.

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